12. Jan. 2026
Essen
OGE
Pressemitteilung
Erste Maßnahmen starten
Errichtung neuer Erdgas- und Wasserstoffleitungen im Regierungsbezirk Münster
Mit Beginn des neuen Jahres geht es für Gasnetzbetreiber Open Grid Europe GmbH (OGE) an die Realisierung von diversen Neubauleitungen – unter anderem auch im Regierungsbezirk Münster. Kurz vor Ende des Jahres 2025 hatte OGE die Planfeststellungsbeschlüsse und damit die Baugenehmigung für die Leitungen Marbeck-Heiden (MaHei), Heiden-Dorsten (HeiDo), Dorsten-Hamborn (DoHa, Abschnitt Münster) und Dorsten-Marl (DoMa) erhalten. Die ersten Maßnahmen für den Bau der Leitungen, die zum Wasserstoff-Kernnetz gehören, beginnen zeitnah.
Der Baubeginn wurde bereits bei den zuständigen Behörden angezeigt, sodass OGE und die Partnerfirmen mit den ersten Maßnahmen starten können. Diese werden durch Ökologische und Bodenkundliche Baubegleitung überwacht und sind ebenfalls bei den zuständigen Naturschutzbehörden im Vorfeld von OGE angekündigt worden. Der Beginn der weiteren bauvorbereitenden Maßnahmen wie u. a. die Errichtung der Rohrlagerplätze und deren Bestückung oder die Vorbereitung von Sonderbauwerken wie dem Microtunnel zur schonenden Unterquerung des FFH- und Naturschutzgebiets Wienbach sind ab Anfang Februar geplant. Zeitgleich geht es dann ebenfalls mit dem Um- und Neubau der Gasdruck-Regel- und Messanlage (GDRMA) Dorsten los. Ab März plant OGE die Hauptbaumaßnahme. Diese soll im Regierungsbezirk Münster bis zum Ende des 1. Quartals 2027 nach derzeitigen Planungen abgeschlossen sein. Anschließend folgen dann nur noch Restarbeiten wie die Rekultivierung der Flächen und Nachpflanzungen der Gehölze.
Über die Leitungsbauprojekte
Das Leitungsbauprojekt MaHei besteht aus einer ca. 1,5 km langen Erdgasversorgungsleitung zwischen Marbeck und Heiden sowie einer Gasdruck-Regel- und Messanlage. Die Neubauleitung ist für die Umstellung von L- auf H-Gas relevant. Die ca. 17 km lange Erdgastransportleitung HeiDo verläuft zwischen Heiden und Dorsten. Gemeinsam mit der MaHei trägt sie zur Routen- und Quellendiversifizierung und somit zur weiteren Sicherung der Erdgasversorgung bei. Beide Vorhaben sind für einen zukünftigen Transport von Wasserstoff geeignet.
Die Wasserstoffleitung Dorsten-Hamborn (DoHa) verbindet den Knotenpunkt Dorsten mit potenziellen industriellen Abnehmern wie Thyssenkrupp in Duisburg. Das Vorhaben ist ein zentraler Baustein bei der Realisierung einer klimaneutralen Stahlproduktion im Ruhrgebiet. Sie verläuft durch die Regierungsbezirke Münster und Düsseldorf. Für die neue Leitung wird OGE ebenfalls die bestehende Gasdruck-Regel- und Messanlage Dorsten umbauen und erweitern. Partner in diesem Projekt sind Open Grid Europe GmbH (70 Prozent) und Thyssengas GmbH (30 Prozent).
Das Vorhaben Dorsten-Marl (DoMa) verbindet die von Norden kommende Wasserstoffleitung Nummer 13 vom Startpunkt in Dorsten mit der Anschlussmöglichkeit von Industriebetrieben im Chemiepark Marl. Sie ermöglicht den dort ansässigen Industriebetrieben den Einstieg in eine klimaneutrale Produktion. Partner in diesem Projekt sind Open Grid Europe GmbH (50 Prozent) und Nowega GmbH (50 Prozent).
Die Projekte DoHa und DoMa sind Teil der Initiative GET H2, die mit ihren Projekten die Grundlage für eine zukunftsfähige Wasserstoffwirtschaft in Deutschland legt. Seit Oktober 2024 sind die DoHa und DoMa offiziell von der Bundesnetzagentur als Teil des Wasserstoff-Kernnetzes für Deutschland bestätigt. Die Leitungen werden gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages sowie durch das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.
